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Sparplan erstellen
Vermögenswachstum

Mit Strategie, Systematik und Kenntnis der Einflussfaktoren Vermögenswachstum kontrollieren

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Inhaltsübersicht Sparplan erstellen - Vermögenswachstum kontrollieren
  • Sparplan: Strategischer Vermögensaufbau
  • Systematische Kontoführung
  • Strategische Zwischenziele des Vermögensaufbaus
  • Einflussfaktoren auf das Vermögenswachstum
  • Beispielhafte Sparpläne
  • Individueller Sparplan

Sparplan: Strategischer Vermögensaufbau


Im vorherigen Kapitel wurden die Grundlagen und Regeln des Vermögensaufbaus bereits beschrieben. Im Folgenden sollen diese Überlegungen konkretisiert werden und am Ende in einem individuellen Sparplan resultieren. Zu diesem Zweck wird zunächst auf den organisatorischen Aspekt des Vermögensaufbaus, der Kontoführung, eingegangen, bevor dann anhand weiterer Überlegungen der Gedanke des Vermögensaufbaus vertieft und die Beeinflussungsmöglichkeiten betrachtet werden.

Zuletzt können anhand beispielhafter Sparpläne, die nur dem Verständnis der Prinzipien dienen, die Überlegungen besser nachvollzogen werden. Dadurch soll der Schritt zu einem eigenen Sparplan erleichtert werden, wobei das darauf folgende Kapitel "Geld anlegen & investieren" dafür eine entscheidende Rolle spielt.

Systematische Kontoführung


Zunächst sollte man sein Geld am besten in folgende 4 Kategorien trennen, am besten durch getrennte Kontoführung:

Zur Trennung des Geldes kann man auf eine Kombination aus Girokonten und Tagesgeldkonten setzen. Tagesgeldkonten sind an ein Girokonto gebunden und man kann Geldtransaktionen von oder auf das Tagesgeldkonto nur über das Girokonto durchführen.

Tagesgeldkonten bieten oft ähnlich hohe Zinssätze wie Festgeldkonten, sodass mindestens die Inflationsrate ausgeglichen werden sollte.

Um bei der Kontoführung und Finanzverwaltung nicht den Überblick zu verlieren, sollte über den Einsatz einer Online-Banking Software nachgedacht werden. Der Funktionsumfang der Software erlaubt es, alle Konten inklusiv Wertpapierdepots zentral zu verwalten, den Überblick über alle Ausgaben zu behalten und stellt darüber hinaus Tools für die eigene Finanzplanung. Die StarMoney-Software ist für diese Anwendung sehr gut geeignet.

Man kann nun beispielsweise einen monatlichen Dauerauftrag vom Girokonto, auf dem das Einkommen eingeht, auf das Tagesgeldkonto einrichten. Dadurch wird der Anteil des Einkommens, der für den Vermögensaufbau verwendet werden soll, automatisch auf das Tagesgeldkonto gelegt. Wie genau man dann mit diesem Geld auf dem Tagesgeldkonto weiter verfahren will, entscheidet man am besten, wenn man sich mit den verschiedenen Geldanlagen auseinander gesetzt hat.

Die Zinsen, die das Geld abwirft, sollte man höchstens jährlich als Einkommen auszahlen lassen, abzüglich des Anteils, den man vom Einkommen sparen will. Eine höhere Frequenz würde zu viel Aufwand bedeuten, besonders wenn man sein Anlagevermögen in verschiedene Anlageformen gestreut hat.

Natürlich müssen eventuell angesammelte Schulden zunächst auf gleiche Weise abgebaut werden, wie Vermögen dann aufgebaut werden soll.

Strategische Zwischenziele des Vermögensaufbaus


Wie oben schon angesprochen, muss man zu Beginn mehr Leistung bringen, bevor man profitieren und Gewinn abschöpfen kann. Dadurch lässt sich der Prozess des Vermögensaufbaus in verschiedene Phasen einteilen, die durch markante Zwischenziele abgeschlossen werden.

Phase 1: Kompensation des Einkommensverlusts.


Diese Phase ist abgeschlossen, wenn die Zinsen, die man sich auszahlen lässt, den Teil des Einkommens kompensieren, den man spart.

Geht man von konstant bleibenden Zinsen und Gehalt aus, bedeutet dieser Punkt, dass das Einkommen ab jetzt nur noch steigen wird, weil das Vermögen stetig weiter wächst und sich somit die Zinsen immer weiter erhöhen.

Es lässt sich sogar genau ausrechnen, wann dieser Punkt eintritt, vorausgesetzt alle Bedingungen bleiben konstant, also Zinsen, Einkommen und Anteil des Einkommens, den man spart. Da dies in der Realität wohl nicht der Fall ist, handelt es sich also mehr um einen Zeitraum als um einen Zeitpunkt, ab dem man vom Vermögensaufbau profitiert.

Konkrete Beispiele dazu werden im nächsten Abschnitt vorgestellt.

Phase 2: Deckung des Existenzminimums.


Als weiteres wichtiges Ziel auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit kann man, ebenfalls bei gleich bleibenden Bedingungen, den Zeitpunkt betrachten, ab dem man durch die Zinsen das Existenzminimum abdecken kann.

Phase 3: Verdoppelung des Einkommens.


Und schließlich lässt sich noch der Zeitpunkt berechnen, ab dem man sein Einkommen verdoppelt haben wird, also Z(a) genauso groß ist wie das Einkommen.

Wie man diese Zeitpunkte gezielt beeinflussen und abschätzen kann, wird in den folgenden Unterpunkten behandelt.

Einflussfaktoren auf das Vermögenswachstum


Startkapital


Das Startkapital spielt beim Erreichen der drei vorgestellten Zwischenziele eine wichtige Rolle. Meist hat man jedoch keinen großen Einfluss auf das zur Verfügung stehende Startkapital. Es bleibt aber festzuhalten, dass sich die drei Phasen mit einem höheren Startkapital deutlich schneller abschließen lassen.

Daraus lässt sich außerdem ableiten, dass bei geringem Startkapital der Fokus zunächst auf eine Einkommenserhöhung statt auf Geldanlagen gelegt werden sollte, da man mit wenig Vermögen auch bei hohen Zinsen nur unwesentlich mehr Einkommen erzielt. Man muss sich also das Startkapital durch Einkommenserhöhungen erst noch erarbeiten.

Zinsen


Die Zinsen spielen bei diesem Konzept eine entscheidende Rolle: würden sie unter der Inflationsrate liegen, würde das Konzept nicht funktionieren.

Oben wurde jedoch schon darauf hingewiesen, wie man das Konzept abändern kann, ohne auf Zinsen angewiesen zu sein. Aber für das eigentliche Konzept sind (hohe) Zinsen elementarer Bestandteil.

Im Detail beschäftigt sich jedoch erst das Kapitel "Geld anlegen" mit der Zinsgewinnung. Ein guter Zinssatz für dieses Konzept läge beispielsweise bei mindestens 5% bis 10% und somit schon in die Kategorie ambitioniert fällt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass man unter den Begriff "Geldanlagen" auch Immobilien und in gewisser Weise Unternehmensgründungen fassen muss.

Sparrate


Ein sinnvoller Wert für die Sparrate, also den Anteil, den man vom Einkommen und den Zinsen sparen sollte, liegt langfristig zwischen 10% und 15%.

Wenn das primäre Zielt jedoch nicht die Erhöhung des zur Verfügung stehenden Einkommens ist, sondern das Beschleunigen der Kapitalanhäufung, so sollte die Sparrate erhöht werden. Denn je größer man die Sparrate ansetzt, desto schneller wächst das Vermögen, aber umso langsamer auch das Einkommen.

Eine Möglichkeit diesen Effekt zu nutzen, um Zwischenziele schneller zu erreichen, wäre beispielsweise im 1. Jahr eine Sparrate von 50% des Einkommens anzusetzen, im 2. Jahr 40% des Einkommens, im 3. Jahr 25% und ab dem 4. Jahr 15% des Einkommens zu sparen.

Eine weitere Möglichkeit Einfluss auf die Geschwindigkeit des Vermögensaufbaus zu nehmen besteht darin, dass man sich die Zinsen beispielsweise in den ersten 8 Jahren nicht auszahlen lässt. Dadurch würde man praktisch auch den Anteil des Einkommens, der gespart wird, erhöhen.

Das würde vor allem auch deshalb Sinn machen, weil in den ersten Jahren die Zinsabwürfe nicht sehr groß sein dürften und man sich somit auch unnötigen Arbeitsaufwand sparen würde.

Einkommenserhöhung


Eine Einkommenserhöhung ist besonders in der Anfangsphase des Sparvorhabens eine effektive Methode, das Vermögenswachstum zu beschleunigen.

Hier wird deutlich, dass sich besonders in der Anfangsphase ein erhöhter Aufwand lohnt und finanzielle Rückhaltung langfristig einen positiven Effekt hat.

Beispielhafte Sparpläne


Die folgenden Beispiele sollen zeigen, wie ein Vermögensaufbau konkret aussehen kann. Außerdem dienen sie der Veranschaulichung, an welchen Stellen effektiv der Fortschritt des Vermögensaufbaus optimiert werden kann.

Jeder kann auch selbst mit einem der zahlreichen im Internet angebotenen Zinsrechnern (z. B. Zinsen-berechnen.de) ein paar Beispiele durchrechnen.

Notwendig ist das allerdings nicht, man kann auch einfach anhand der oben beschriebenen Einflussmöglichkeiten einen eigenen Sparplan entwerfen und umsetzen.

Folgende Beispiele sind unter der (unrealistischen) Annahme gerechnet worden, dass alle Anfangsgrößen, also insbesondere das Gehalt und die Zinsen, konstant bleiben. Außerdem soll es sich bei den Zinssätzen um inflationsbereinigte Werte handeln. Das Existenzminimum wird für dieses Beispiel auf 10.000 Euro Einkommen im Jahr definiert.

Beispiel 1


Startwerte:
  • Startkapital: 5.000 Euro
  • Jährliches Nettoeinkommen: 25.000 Euro
  • Sparrate: 15% (Absolutwert: 3750 Euro)
  • Erzielte Zinsen: 5%

  • Daraus resultieren die Werte für Z(a) und Z(s):
    Z(a): 4,25%
    Z(s): 0,75%

    Folgende Zeiträume werden benötigt, die jeweiligen Zwischenziele zu erreichen:

    Kompensation des Einkommensverlusts:
    Nach ca. 20 Jahren bei einem Vermögen von ca. 88.000 Euro.

    Deckung des Existenzminimums:
    Nach ca. 50 Jahren bei einem Vermögen von ca. 235.000 Euro.

    Verdoppelung des Einkommens:
    Nach ca. 100 Jahren bei einem Vermögen von 588.000 Euro.

    Beispiel 2


    Startwerte:
  • Startkapital: 5.000 Euro
  • Jährliches Nettoeinkommen: 25.000 Euro
  • Jahre 1 bis 4: zusätzlich jährliches Nettoeinkommen aus Nebenjob: 4.000 Euro
  • Sparrate: 50%, 40%, 25%, 15%, 15%, ... (Absolutwerte: 12.500, 10.000, 6.250, 3.750, 3.750, ...)
  • Jahre 1 bis 5: Zinsen nicht auszahlen lassen (Z(s) = Gesamte Zinsen)
  • Erzielte Zinsen: 12%

  • Auch hier lassen sich ab dem 6. Jahr Werte für Z(a) und Z(s) bestimmen:
    Z(a): 10,2%
    Z(s): 1,8%

    Folgende Zeiträume werden benötigt, die jeweiligen Zwischenziele zu erreichen:

    Kompensation des Einkommensverlusts:
    Nach ca. 2 Jahre bei einem Vermögen von ca. 37.000 Euro.
    Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen theoretischen Wert, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Auszahlung der Zinsen stattfindet. Wenn man nach 2 Jahren jedoch auf das System umstellen würde, auf das man eigentlich erst nach 5 Jahren umstellt, würde man den Einkommensverlust durch die Zinsauszahlungen kompensieren können.

    Deckung des Existenzminimums:
    Nach ca. 8,5 Jahren bei einem Vermögen von ca. 98.000 Euro.

    Verdoppelung des Einkommens:
    Nach ca. 30 Jahren bei einem Vermögen von ca. 245.000 Euro.

    Individueller Sparplan


    Mit den gewonnenen Anregungen sollte nun jeder einen individuellen, auf die eigene Situation zugeschnittenen Sparplan erstellen können. Eine weitere Option, die man beim Erstellen eines Sparplans berücksichtigen kann, besteht darin einen Zeitpunkt festzulegen, ab dem man das aufgebaute Vermögen kontinuierlich wieder abbauen will.

    Dabei sollte man natürlich so kalkulieren, dass das Geld sicher bis ans Lebensende ausreicht.

    Es wird deutlich, dass man Reichtum i. d. R. nicht geschenkt bekommt, sondern sich hart erarbeiten muss. Man muss eine Menge Zeit und Energie einsetzen, um die Vorzüge der finanziellen Freiheit kennen lernen zu können. Wer das nicht akzeptiert braucht entweder sehr viel Glück oder wird finanziell wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich werden.

    Doch bei all den Überlegungen muss man auch im Hinterkopf behalten, dass man sein Leben auch ohne finanzielle Freiheit zur eigenen Zufriedenheit gestalten kann. Am Ende ist es nur wichtig, dass man für sich selbst einen Weg gefunden hat, den man zufrieden gehen kann.


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